Bunker in Mannheim

In Mannheim entstanden 56 Bunker an 40 Standorten. Neben 20 Hochbunkern und 32 Tiefbunkern, gab es vier Durchgangs- oder Splitterbunker mit Platz für jeweils 619 Menschen. Aus städtebaulichen Überlegungen wurden in der Innenstadt nur Tiefbunker angelegt, in den Randgebieten auch Hochbunker. Die großen Bunker konnten weit über 1.000 Menschen aufnehmen.

Der Ochenpferchbunker sah eine planmäßige Belegung mit 3.412 Menschen vor, im Notfall konnten 7.500 Menschen Schutz finden.

Insgesamt entstanden in den Bunkern 47.000 Sitz- oder Liegeplätze, bei maximaler Auslastung konnten 130.000 Menschen Schutz finden. Die Bunker verfügten über Strom- und Wasseranschluss, es gab Verpflegungsstationen, sanitäre und medizinische Einrichtungen. Meist konnten über zwei Eingänge in kurzer Zeit möglichst viele Menschen Zuflucht finden. So kam es, dass trotz der massiven Zerstörung Mannheims verhältniswenig Opfer zu beklagen waren.

Bunker am Luisenring

Bunker am Luisenring mit Durchhalte-Parolen, 1944. Foto: StadtA MA – ISG

Dieser Beitrag wurde bereits auf dem Blog ISG Mannheim veröffentlicht.

Quellen:

Stadtarchiv Mannheim – ISG, ZGS S 2/2999 Ochsenpferchbunker
Andreas Schenk, Mannheim und seine Bauten 1907–2007, Band 4, Mannheim 2004, S. 124ff.

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