Kran auf dem Dach

Diese Woche tat sich sehr viel auf der Baustelle. Hier unsere Eindrücke:

Dienstag 10.5.2016

Viel Betrieb auf der Baustelle am Hochbunker in der Neckarstadt an diesem Morgen. Es ist grad mal kurz nach 6 Uhr morgens  als ein riesen Schwertransport um die Ecke biegt: Auf dem Tieflader stehen gleich zwei Autokrane, ein großer und ein kleiner. Oder um es genauer in Gewicht auszudrücken – 60 und 35 Tonnen.

Wofür die am Bunker benötigt werden? Der große Autokran wird den kleinen Autokran auf das Dach heben. Denn dieser wird  in den nächsten Tagen die Treppen aus dem großen Treppenhaus in der Mitte des Bunkers Stück für Stück herausheben. Das Herausheben ist einfacher, als das Treppenhaus mit Betonsäge und Stemmeisen zu zerkleinern und mühsam den Schutt aus dem Kellergeschoß zu entsorgen. Wenn das Treppenhaus dann entkernt ist, wird der dort genügend Platz für den Aufzug sein.

Mit viel Feingefühl platziert der Fahrer den großen Kranwagen  vor die Bunkerwand. Dann wird der  Wagen erst mal stabilisiert: Zusätzliche 80 Tonnen Gewicht sorgen dafür dass der Kranwagen beim Hochziehen nicht kippt.

Foto: Silvia Köhler

Foto: Silvia Köhler

Man merkt, die Männer der Firma Eisele sind ein eingespieltes Team. Jede Handbewegung sitzt, ohne große Worte, auch als das Hubseil mehrmals durch die sogen. Laufkatze gezogen wird.

Und dann geht alles ziemlich schnell und plötzlich schwebt der kleine Kranwagen auf das Dach.

Foto: Kathrin Schwab

Foto: Kathrin Schwab

Mittwoch 11.5.2016

Schon aus dem Treppenhaus entfernt. Foto: Silvia Köhler

Schon aus dem Treppenhaus entfernt. Foto: Silvia Köhler

Als wir am Morgen an der Baustelle ankommen, liegt schon das erste Stück der Treppe vor dem Bunker. Dort wird es dann zerkleinert. Auf dem Dach sind die Arbeiten an dem nächsten Treppenabsatz in vollem Gang.

Die Säge setzt den letzten Schnitt vor dem Herausheben. Foto: Silvia Köhler

Die Säge setzt den letzten Schnitt vor dem Herausheben. Foto: Silvia Köhler

Vier bis fün Tonnen beträgt das Gewicht der einzelen  Teile die millimetergenau vom Kranführer vorsichtig aus dem Schacht nach oben gezogen werden. Er sieht nichts, denn der Kran steht ein Stück entfernt vom Loch. Ein Einweiser gibt Handzeichen und Anweisungen per Funk.

Sieht ganz leicht aus - ist aber sicher 4 - 5 Tonnen schwer. Foto: Silvia Köhler

Sieht ganz leicht aus – ist aber sicher 4 – 5 Tonnen schwer. Foto: Silvia Köhler

 

Auf dem Weg nach unten. Foto: Silvia Köhler

Auf dem Weg nach unten. Foto: Silvia Köhler

Kommentare

  1. Ein interessanter Artikel, der zeigt, dass Kranführer kein besonders einfacher Beruf ist. Man erkennt hier gut, wie viel Feingefühl man für diese Arbeit benötigt und auch wie wichtig es ist, sich bei der Arbeit auf seine Kollegen verlassen zu können.

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