Ideenwerkstatt 4: Die Ergebnisse zu den Themenfeldern

Vier Themenfelder wurden im Laufe des Tages bei der Ideenwerkstatt von Schülern und Bürgern bewertet. Hier die Zusammenfassung.

Themenfeld: Das Marchivum zieht in die Neckarstadt

Während für die älteren Bürger das Aufgabenfeld eines Stadtarchivs klar ist, war dies bei den Schülern der Marie-Curie-Realschule aus der Langstraße nicht so eindeutig. Aber Ideen haben sie viele entwickelt und hingehen würden sie an so einen Ort auf jeden Fall auch. Gespräche mit Zeitzeugen können sie sich sehr gut vorstellen, auch alte Dokumente live zu sehen. Ein Café wäre prima und freies WLAN.

Stand auch auf einem Zettel zum Aufgabengebiet des Marchivums: "Nicht zu viele Buchstaben im Buchstaben-Archiv". ;-) Foto: StadtA MA-ISG

Stand auch auf einem Zettel zum Marchivums: „Nicht zu viele Buchstaben im Buchstaben-Archiv“. 😉 Foto: StadtA MA-ISG

In der Abschlusspräsentation des Themenfelds machten Dr. Ulrich Nieß und Dr. Andreas Schenk vom Stadtarchiv noch einmal klar, dass der Umzug des Stadtarchivs in die Neckarstadt mehr ist, „als ein Umzug von A nach B“. Das Stadtarchiv mache heute schon sehr viel Bildungsarbeit und im neuen Marchivum werde dies nochmals erweitert: eine Ausstellung zur Stadtgeschichte Mannheims und ein NS- Dokumentationszentrum geben neue Möglichkeiten das Thema Stadtgeschichte zu bespielen und „Querdenkprozesse“ anzustoßen. Auch bei den Öffnungszeiten wird man neue Wege gehen.

Themenfeld: Mein Stadtteil

Die Neckarstadt wird in zwei Teilen wahrgenommen, fasste Frau Scheurer vom Stadtplanungsamt die Diskussionen zusammen. Sie hatte im Laufe des Tages auch den städtebaulichen Wettbewerb für das Marchivum vorgestellt. Alter Meßplatz, das Neckarufer, vor allem die Dammstrasse, der erste Teil der Mittelstrasse – das wird auch von den Schülern positiv wahrgenommen. Erstaunlich: auch sie thematisierten das Thema Sicherheit und den Müll. Eine Bürgerin fände es super, wenn man am Marchivum Fahrräder von Nextbike mieten könne und es dort auch eine Carsharing-Station gäbe. Auch ein durchgehender Radweg oder eine durchgehende Joggingstrecke am Neckar Richtung Norden wurden angesprochen.

Rege Diskussion der Mitarbeiter des Stadtarchivs mit Bürgern und Schülern. Foto StadtA MA - ISG

Rege Diskussion der Mitarbeiter des Stadtarchivs mit Bürgern und Schülern. Foto StadtA MA – ISG

Themenfeld: Bewegung im Stadtteil

In diesem Themenfeld wurden Probleme angesprochen, die das Quartiermanagement, immer wieder und schon lange , im Dialog mit der Stadt thematisiert. Viele Schüler benannten die Unpünktlichkeit der Bahnlinien. Thema war auch, wie kommt man zukünftig in das neue Marchivum: wird es einen Parkplatz geben, eine Ausschilderung, z.B. vom alten Messplatz aus? Wird die S-Bahn-Haltestelle Neckarstadt bleiben? Wie kann der Abgang an der Jungbuschbrücke, der Durchgang unter der Brücke besser und heller gestaltet werden?

Themenfeld: Sicherheit

Ein Themenfeld, das sich am Abend in der Abschlußpräsentation vor allem auf die momentane Drogenszene am Neckarufer fokussierte. Polizeioberrat Peter Albrecht, der das Polizeirevier Neckarstadt-West leitet, sieht aber auch viel Gutes im Stadtteil, forderte einen erweiterten Blickwinkel, beklagte aber auch, die schon mehrfach auf allen Ebenen thematisierte, Unterbesetzung seiner Dienststelle.

Thema Sicherheit im Stadttteil. Foto StadtA MA - ISG

Thema Sicherheit im Stadttteil. Foto StadtA MA – ISG

Fazit der Veranstaltung

Die Veranstaltung hat deutlich gemacht, dass sich das zukünftige Marchivum als ein Impulsgeber in Neckarstadt-West sieht und ein Teil des Stadtteils werden will. Klar wurde aus allen Diskussionen rund um die Themenfelder aber auch: Wenn das Stadtarchiv in die Bürgermeister-Fuchs-Strasse zieht, wird es seinen Aktionsradius erweitern müssen und kann nicht nur den Bunker bespielen. Es sollte auch das Drumherum im Blick haben: Neckarufer und Dammstraße. Aber dies wird das Stadtarchiv nicht alleine stemmen können und ist, bei allem Engagement des Archiv-Teams, auch nicht seine originäre Aufgabe. Da müssen noch andere Akteure der Stadt ins Boot.

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