Bombentreffer vor 72 Jahren

Trauriger Jahrestag heute: Am 26. August 1944, vor genau 72 Jahren, wurde der Hochbunker in der Neckarstadt bei einem Tagesangriff von drei Minenbomben getroffen.

Alle Bomben detonierten auf dem Dach des Bunkers und richteten erhebliche Schäden an, Personen kamen aber nicht zu Schaden.

Der erste Treffer schlug auf dem Dach des Bunkers ein. Foto: StadtA MA - ISG

Der erste Treffer schlug auf dem Dach des Bunkers ein. Foto: StadtA MA – ISG

Einem Bericht des Hochbauamts, der unter anderem an den Polizeipräsident, den Oberbürgermeister und nach Berlin ging, ist Folgendes zu entnehmen:

  • Treffer 1 schlug im nordwestlichen Deckenteil auf dem Dach (6,8 m von der nordwestlichen Treppenhauswand und 5,6 m von der Außenwand entfernt) ein und zerstörte einen Fläche von ca. 7 qm.
  • Treffer 2 fiel genau auf die Abschlussdecke des mittleren Treppenhauses und verursachte auf einer Fläche von 10 qm einen Krater von bis zu 25 cm Tiefe, wobei auch der Kamin am oberen Abschluss durch Splitter beschädigt wurde.
  • Treffer 3 traf mit einem Abstand von ca. 6,50 m vom südöstlichen Treppenhaus die Decke. Die heftige Detonation zerstörte nicht nur eine Fläche von ca. 7 qm, sondern beschädigte neben dem Treppenhausaufbau auch die Abschlussbrüstung auf einer Länge von 3,60 m.
Hier sieht man gut, wie der Deckel, der das große Treppenhaus abgedeckt hat, vom Treffer beschädigt wurde. Foto: StadtA MA - ISG

Hier sieht man gut, wie der Deckel, der das große Treppenhaus abgedeckt hat, vom Treffer beschädigt wurde. Foto: StadtA MA – ISG

Dem Bericht wurde eine genaue Fotodokumentation beigegeben, die das Ausmaß der Zerstörung zeigt. Noch während des Krieges hat das Hochbauamt die Ausbesserung der Schäden veranlasst.

Aufnahme von Treffer Nummer 3: mit Blick auf die Dächer der Bürgermeister-Fuchs-Strasse. Foto: StadtA MA-ISG

Aufnahme von Treffer Nummer 3: mit Blick auf die Dächer der Bürgermeister-Fuchs-Strasse. Foto: StadtA MA-ISG

Wie sich aktuell beim Umbau jetzt zeigte, wurden hier nur Notmaßnahmen durchgeführt. Die Decke musste deshalb im Zuge des Umbaus aufwändiger saniert werden als geplant.

Quellen: Akten Stadtarchiv Mannheim – Institut für Stadtgeschichte

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