Umzug #3

Heute ein Blick auf die Arbeiten und Vorbereitungen für den Umzug im Gebäude des Marchivums.

Die letzten beiden Berichte erzählten von den Arbeiten im „alten Stadtarchiv“ im Collini-Center: Von der Bestandsaufnahme in den Magazinen, von den dreizehn laufenden Kilometer Akten, von der Verpackung der Archivalien in alterungsbeständige „Normalpakete“ und von der Mühe, diese Menge von Unterlagen umzugsreif zu machen.

Magazinraum mit eingefrästen Schienen, auf denen sich die Archivschränke schieben lassen. Foto: StadtA MA – ISG

Daneben gab es und gibt es die Arbeit im neuen Standort, dem MARCHIVUM. Dort sind nach den nötigen kleineren Abbrucharbeiten im Inneren drei große Stockwerke entstanden, die das Stadtarchiv künftig als Magazine nutzen wird. Jedes dieser Stockwerk hat rund 770 bzw. 900 Quadratmeter Fläche mit vier Räumen und zwei Brandabschnitten.

In diesem Magazinraum wird gerade die sogen. Fahrregalanlage montiert. Foto: StadtA MA – ISG

In millimetergenauer Präzisionsarbeit wurden dort die Schienen eingefräst, auf denen in den letzten Wochen die neuen Fahrregalanlagen montiert wurden, die jetzt auf die Akten warten. Sparsam, wie wir eben sind, wurden nur Teile der Magazine mit neuen Regalanlagen ausgestattet – die restlichen Anlagen übernehmen wir aus dem Collini-Center. Dazu müssen sie aber erst einmal ausgeräumt werden …

Und dazu bedarf es einer sehr genauen Planung. Wie genau diese Planungen sein müssen, verrät die Ausschreibung der Umzugsleistung. In dem Leistungsverzeichnis sind alle Schritte detailgenau beschrieben – auf über 60 Seiten und in zwölf Anlagen wird dargestellt, welche Archivalien, in welcher Reihenfolge und vor allem wohin und wie sie umzuziehen sind.

Blick in eine Fahrregalanlage. Foto: StadtA MA – ISG

Die Unternehmen sollen detailliert beschreiben, welche Schutzmaßnahmen beispielsweise am Aufzug getroffen werden genauso wie das Recycling des Verpackungsmaterials, das Wiegen der Normalpakete oder der Umgang mit Sonderformaten und vor allem: wie die richtige Reihenfolge beim Aus- und Einräumen garantiert werden kann. Dazu kommen noch die ganzen Normen und Anforderungen der Sicherheit für Mensch und Material.

Allein die Erstellung der Unterlagen hat ein halbes Jahr gedauert – zahlreiche KollegInnen der Stadtverwaltung haben uns dabei geholfen. Und die Abwicklung der Ausschreibung selbst ist wieder das Werk von Spezialisten in diesem extrem komplizierten Rechtsgebiet.

Wir werden Sie weiter auf dem Laufenden halten …

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