Leuchtendes MARCHIVUM

Am 11. November lockte die Lichtmeile in die Neckarstadt-West. Wie in den letzten Jahren zog es auch dieses Mal viele Fans des abendlichen Kultur- und Kunstevents in den Stadtteil. Zum ersten Mal mit dabei war das MARCHIVUM.

Das Bauwerk strahlte in die Nacht hinein. Hell beleuchtet war das oberste Geschoss, und von der Fassade blickten aus der Kunstinstallation von Sabine Kammerl die Augen bekannter und weniger bekannter Persönlichkeiten, die mit Mannheim verbunden sind.

Dicht gedrängt im Erdgeschoss, dort wo die stadtgeschichtliche Ausstellung eingerichtet werden wird. Foto: Hans-Jürgen Wasser, Stadtarchiv – ISG

Schon eine halbe Stunde vor der Öffnung des Hauses kamen die ersten Besucher. Drei Führungen wurden angeboten und jede war übervoll.

Groß war das Interesse an der Geschichte des Bunkers und an den geplanten multimedialen Ausstellungen. Aber auch die Magazine mit ihren Rollregalanlagen beeindruckten die Gäste, die auch Wissenswertes über die komplizierte Logistik erfuhren, wenn 13 Archivkilometer von einem Standort zu einem anderen verfrachtet werden müssen. Der Umzug beginnt noch in diesem Monat.

Im künftigen Vortragssaal. Foto: Hans-Jürgen Wasser, Stadtarchiv – ISG

Spannend auch, das Gebäude in der Endphase des Umbaus zu sehen – so die Rückmeldung vieler, die sich fest vorgenommen haben, noch einmal vorbeizukommen, wenn alles fertig ist. Was aber besonders beeindruckte, waren die beiden neuen Geschosse mit ihren Büroräumen, dem Lese- und dem Vortragssaal und, nicht zuletzt, den großen Fensterflächen.

Als Höhepunkt der Führung wurde in beiden Sälen das Licht heruntergefahren. Denn dann war der ungestörte Blick freigegeben: auf der einen Seite auf die beleuchteten Fabrikbauten der BASF, auf der anderen auf die Lichter der Neckarstadt. In der Ferne sah man sogar das Collini-Center und den Fernmeldeturm in nächtlicher Beleuchtung. Ein Ausblick, der viele in den Bann zog und  für ein Foto manches Smartphone zücken ließ.

Andreas Schenk berichtet über den Umbau des Erdgeschosses zum Ausstellungsraum. Foto: Hans Jürgen-Wasser, Stadtarchiv – ISG

Es gab viele positive Rückmeldungen. Bei den Führungen erinnerten wir an das Digitalisierungsprojekt zur Rettung des historischen Filmschätze Mannheims. Die Filme sollen künftig ja auch in den Ausstellungen des MARCHIVUM gezeigt werden. Am Ausgang stand eine Spendenbox, und wir baten, um eine Spende, wenn die Führung gefallen hat. Ein stattlicher Betrag kam zustande. Auch dies ein Lob, das uns freut!

Das Orga-Team, von li nach re: Hans-Jürgen Wasser, Désirée Spuler, Andreas Schenk, Jasmin Breit. Foto: StadtA MA – ISG

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