Drehort für „Die Köchin des Kommandanten“

Das Gerüst umgab Ende September 2017 noch den gesamten Bunkerbau, da bevölkerte ein kleines Filmteam schon das gerade fertig gestellte Magazin des neuen MARCHIVUM. Inmitten der neuen Regale fand der Auftakt zu den Dreharbeiten  des neuesten Films des Stadtarchivs Mannheim statt: „Die Köchin des Kommandanten – Zwei Wege nach Auschwitz

Mit Christina Stihler von ideas for millions hat das Stadtarchiv die Lebensgeschichten zweier Menschen aus Mannheim nachgezeichnet: Sophie Stippel und Rudolf Höß. Beide kannten sich aus Mannheim und begegneten sich Jahre später wieder:  im Konzentrationslager Auschwitz. Höß ist der berüchtigte Kommandant dieser Todesfabrik, in der über eine Million Menschen ermordet wurden. Sophie Stippel war als „ernste Bibelforscherin“ (Zeugen Jehovas) bereits Jahre im Konzentrationslager inhaftiert. Höß nimmt sie als Köchin und Haushaltshilfe in seine Villa.

Dreharbeiten im Magazin des MARCHIVUM, Gerald Sander (links) und Prof. Dr. Ulrich Nieß (rechts), der Leiter des Stadtarchivs Mannheim- ISG und des künftigen MARCHIVUM werden für die Kamera ins rechte Licht gerückt. Foto: StadtA MA – ISG

Die Dokumentation begleitet Gerald Sander, den Enkel von Sophie, auf den Spuren der Vergangenheit seiner Großmutter, zeigt wann und wie sich die Lebenswege von Rudolf Höß und Sophie Stippel kreuzten. Eingebettet wird die Geschichte in den historischen Kontext bis zum Ende der NS-Zeit. Namhafte Experten ordnen die historischen Geschehnisse und die Persönlichkeitsmerkmale der Hauptfiguren ein

Das ehemalige Kommandanturgebäude des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück war ebenfalls Drehort. Foto: IDEAS FOR MILLIONS

Neben dem MARCHIVUM und dem Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim waren noch Weinheim, Ravensbrück, Berlin und London Drehort. Eine sehr aufregende und intensive Zeit, bei dem es manchmal nicht mal mehr für einen Kaffee zwischendurch reichte. Unser Dank gilt allen Helfern und Mitwirkenden, die uns mit großem Elan und Engagement nach besten Kräften unterstützt haben.

Das Filmteam unterwegs in London– mit ganz viel Gepäck. Foto: Christina Stihler

Und unvergesslich bleibt: der ersten Drehtag im MARCHIVUM!

Der Film wird am Samstag, den 27.01.2018 in den rem, Anna-Reiß-Saal, im Rahmen der Gedenkveranstaltung der Stadt Mannheim zum bundesweiten „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr.
Die DVD wird zusammen mit dem dazu entstehenden Buch, das die Geschichte auf wissenschaftlicher Basis erzählt, am 13.04.2018 im neuen Friedrich-Walter-Saal des MARCHIVUM präsentiert.

Kommentare

  1. Ich finde es toll, dass hier immer wieder neue Themen mit geschichtlichen Hintergrund der Region angesprochen werden. Da ich am 27.1. verhindert bin, werde ich die Vorstellung der DVD im April nicht versäumen.Highlight für mich wird auf jeden Fall der Tag der offenen Tür sein.
    Prima Seite.

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